Abschlussveranstaltung OPTO-Light

27.02.2018

Das in 2014 gestartete interdisziplinäre BMBF-Kooperationsprojekt OPTO-Light wurde im Februar mit einer Abschlussveranstaltung abgeschlossen. Das Projekt entwickelte erfolgreich ein neues Verfahren zur klebstofffreien Funktionalisierung perspektivisch relevanter Epoxid-basierter CFK-Bauteile für den Karosseriebau mit thermoplastischer faserverstärkter Kunststoffe in einer serienähnlichen Fertigungszelle mit Zykluszeiten von 2 Minuten.

 

Projekt

Gemeinsam mit den Projektpartnern BMW AG, KraussMaffei Technologies GmbH, ARGES GmbH, Precitec GmbH & Co. KG, Sensortherm GmbH und Zeiss Optotechnik GmbH hat das Aachener Zentrum für Integrativen Leichtbau, kurz AZL, dieses neue Verfahren und seine mechanische Umsetzung mit einem Demonstratorbauteil aus dem aktuellen BMW i3, einem kohlefaserverstärkten Epoxidharzschalenelement und einer glasfaserverstärkten PA6-Rippenstruktur, nachgewiesen. An dieser Entwicklung war das AZL als Prozess- und Systemintegrator beteiligt.

Das Potenzial verschiedener Prozessrouten - mit/ohne Fügevorbehandlung - zur integrierten Produktion wurde analysiert. Erstmalig wurde das Prepreg Compression Molding in einer konventionellen Spritzgießmaschine angewendet und damit das Verarbeitungspotenzial von Epoxid-basiertem CFK in der Kunststoffindustrie deutlich angehoben.

Für das Projekt und den neuen Prozess wurden die Projektpartner mit dem AVK Innovationspreis 2017 ausgezeichnet.

Im Rahmen der Abschlussveranstaltung wurden die entwickelten Technologien des Forschungsprojektes in der Maschinenhalle des AZL in Aachen ausführlich vorgestellt. Die BMW AG betonte das hohe Kostenpotenzial von über 30% für die zukünftige Serienproduktion.

Schauen Sie sich das Video an, das die entwickelte Verfahrens- und Systemtechnik zusammenfasst:

 
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Funktionalität von CFK-Bauteilen für Karosserien auf Basis der Lasertechnologie